Jesusfreaks werden 15 - idea-online über JF

Eine ungewöhnliche Bewegung wird 15: Jesus Freaks

Von: Evangelische Nachrichtenagentur idea

 

L e i p z i g (idea) – Eine ungewöhnliche christliche Bewegung wird 15 Jahre alt: die Jesus-Freaks. Entstanden sind sie 1991 als Protestbewegung in Hamburg.

„Die meist jugendlichen Gründer fanden sich in den bekannten Formen und Bräuchen der Volkskirchen nicht mehr wieder“, schreibt Pfarrer Jörg Kubitschek (Saalfeld) in der Zeitschrift „Theologische Handreichung und Information für Lehre und Praxis der lutherischen Kirche“ (Leipzig). Trotzdem seien die Jesus-Freaks keine Kirche im eigentlichen Sinne. „Jesus Freaks International“ sei ein Zusammenschluss von mehr als 80 Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Was sie verbinde, sei die Vision eines Lebens mit Jesus und das Bekenntnis zu ihm. Mit ihrer oft unkonventionellen Art schafften es die Jesus-Freaks, „Jesus unters Volk zu bringen, vor allem unter das junge, kirchenferne und oft kirchenfeindliche Volk“. Mit dem Festival Freakstock erreichten sie jedes Jahr Tausende, so Kubitschek. Kritik übt der Theologe jedoch an der Lehre der Jesus-Freaks. „Den rechten biblischen Glauben, der nicht nur beim bloßen Bekenntnis zu Gott und zu Jesus als dem Heiland stehen bleibt, finden wir bei den Jesus-Freaks nicht.“ Als Beispiel nennt Kubitschek die Behauptung, Taufe habe nichts mit Errettung zu tun. Kubitschek: „Für die Seligkeit braucht es mehr als lockere Sprüche.“

aufgestöbert von Micha

10 Responses to “Jesusfreaks werden 15 - idea-online über JF”

  1. storch says:

    amen. das sehe ich genauso: taufe und errettung sind zweierlei. fragt sich nur wer “den rechten biblischen glauben” hat! aber viele freaks wollen ja ohnehin lieber den linken biblischen glauben, ne micha.

  2. ;-).

    Den linken biblischen Glauben?

    Ehrlich gesagt wäre mir folgendes lieber: mehr bibelgläubige Linke…

  3. Bernhard says:

    …ähem… werder Sklave noch Freie, weder Linke noch Rechte…oder wie war datt? Aber was die Taufe angeht. Die neusten theologischen - zugegeben noch nicht zu Ende gerbachten - Diskussionen in den großen Kirchen: Ich zitiere: Die römisch-katholische Kirche betrachtet die Erwachsenentaufe auf der Basis geistgewirkter Umkehr zum Glauben an Jesus Christ als die biblisch begründete Normgestalt der Taufe. Die aufgrund vielfältiger historischer Bedingtheiten wohl erst nachbiblische entstandene Taufe von unmündigen Kindern bedarf einer eigenen Legitimierung. (…) Bekanntlich ist nicht nur in der römisch-katlischen Praxis der theologische Ausnahmefall der statistische Normalfall. Taufe ist nicht heilsnotwendig, sie ist heilsbezeichnend!”
    Krasse Ansage. Aber gut katholisch. Ich hab noch zum ersten Examen gelernt: röm.kath und luth: Taufe = heils-notwendig. Ref: Taufe = Bekenntnisakt. Aber - ich lern ja dazu. Das ist vorbei. Jetzt wird´s spannend. Und der Typ der des statement in der IDEA schreibt ist Lutheraner… merkst was ?
    Sach Servus

  4. Uli says:

    Dieses Thema scheint ja immer aufzutauchen wie ein Gespenst. 2003 hatten wir genau deswegen in DA einen mords Streit. Ich wehre mich dagegen, die Taufe als heilsnotwenig anzusehen. Wir haben je keine Werksgerechtigkeit und genau das würde das ja bedeuten, wenn man plötzlich nur noch getauft Heilsgewißheit hätte.
    sofx

  5. [...] Die JesusFreaks werden 15. Herzlichen Glückwunsch! Und nun? [...]

  6. mona says:

    hab ich zwar eigentlich in den blog (wo eins vorher verlinkt ist) geschrieben, aber find ich, paßt hier auch ganz gut dazu… auch bezogen darauf, daß man seine kirche ganz sauber ordnen muß…:

    warum werden denn “erwachsene” nicht mehr ernst genommen?

    als kind wollte ich nie erwachsen werden, weil die alle doof sind und verkopft. die haben einfach keinen spaß mehr am leben und beginnen zu sterben.

    aber… ich lerne immer mehr erwachsene kennen, die ich doch ernst nehmen kann. und die meisten von ihnen leben noch. also tatsächlich. und die haben spaß. und viele haben ihr leben auf der reihe, wo ich respekt davor haben kann… besonders wenn ich mir ihre geschichte und ihren weg dorthin anschaue…

    also vielleicht… ist es an der zeit die frage nach weisheit und reife ins gespräch zu bringen. was ist ehre? wie werden wir so, daß man uns respekt entgegenbringen kann?

    nur damit es der nächsten generation nicht so gehen muß wie uns und sie alle erwachsene für doof erklären müssen.

  7. Joachim Otto (jo) says:

    War der Idea-Mensch mal bei den Freaks? Und wenn bei welchen? Was soll ich mir von Leuten sagen lassen, die vom Glauben abfallen wenn der rote Sisalteppich aus den Gemeinderäumen entfernt wird? Ich lass mir gerne was von Leuten sagen, bei denen man siht das Jesus in ihrer Mitte ist, aber bei Leuten die viel schreiben aber keine Ahnung haben was sie schreiben ist mir das ziemlich egal was sie schreiben.
    Naja, wir sind ja die wo Abendmahl mit Chips und Bier feiern…… (wir haben mal in Stuttgart zum Abendmahl Chips und Bier hingestellt, war n Joke, wir haben auch schon mal Abendmahl mit Kuchen gefeiert, war sehr gut).

  8. Fannon says:

    Naja, ich würd mich darüber gar nicht groß aufregen, oder zurückschießen. Solche Pauschalaussagen, wie dort oben sollte man auch nicht allzu ernst nehmen!

    Aber wegen dem Thema Taufe:
    Das was fast alle Gemeinden glauben und lehren (auch die kath. Kirche z.B.) ist, dass die Taufe zum Heil dazugehört (Wer glaubt UND getauft wird, ist errettet), aber dass sie nicht heils-notwendig- ist (Der Verbrecher der neben Jesus gekreuzigt wurde hatte auch keine Zeit mehr sich taufen zu lassen).

    Das ist denke ich auch die Einstellung von IDEA. Sie kritisiert ja letzendlich die Aussage “Taufe hat mit der Erettung nichts zu tun”. Diese Aussage ist (zumindest meiner Meinung nach) auch wirklich nicht richtig.

    Naja, schwieriges Thema, dass die Christen ziemlich spaltet. Aber letzendlich sieht Jesus ins Herz, und auch die beste Taufe nützt nichts wenn das Herz nicht an Jesus hängt..

  9. Joachim Otto (jo) says:

    Naja, und statt Kriege zu führen und auf Brüder zu schiessen weil sie eine andere Meinung haben oder andere Musik höhren, sollte sich jeder selbst fragen wo er steht. Diejenigen, die am stärksten auf die Fehler anderer schauen, haben meist selbt den meisten Dreck am Stecken. Mich nerven immer diese supertollen ‘wir sind die Guten’ Theologen, die genau wissen was die anderen alles Falsch machen, obwohl sie diese anderen überhaupt nicht kennen. Und da ist die Idea ganz grosse klasse.